Prophetengeschichten können islamische Werte sehr anschaulich vermitteln, wenn sie zuverlässig erzählt und mit dem Alltag verbunden werden. Es geht nicht darum, die Geschichte dramatischer zu machen. Kinder sollen verstehen, was geschah, eine zentrale Haltung erkennen und diese Haltung in einer eigenen Situation wiederfinden.
Bei zuverlässigen Quellen bleiben
Ausgangspunkt sind der Quran und gut belegte Überlieferungen. Erfundenen Dialogen oder beliebten, aber unsicheren Details sollte man nicht nachhelfen. Gerade Kinder merken sich anschauliche Einzelheiten oft sehr lange und können sie später für gesichertes religiöses Wissen halten.
Pro Geschichte nur wenige Werte auswählen
Eine Geschichte kann Geduld, Vertrauen, Mut, Dankbarkeit und Reue zugleich berühren. Für eine Lerneinheit reicht ein Schwerpunkt. Fragen Sie: Was geschah? Welche Haltung zeigt sich darin? Wo begegnet uns etwas Ähnliches heute?
Das Programm Geschichten der Propheten verbindet Erzählung mit Verständnis und Charakterbildung.

Das Kind zuerst nacherzählen lassen
Wenn das Kind die Hauptpunkte in eigenen Worten wiedergibt, wird sichtbar, was wirklich verstanden wurde. Danach eignet sich eine offene Frage besser als eine lange Erklärung, zum Beispiel: „Was war an dieser Situation besonders schwierig?“
Aus dem Wert eine kleine Handlung machen
Geduld kann in einer konkreten Wartesituation geübt werden. Ehrlichkeit kann an einer realistischen Entscheidung besprochen werden. Kleine, merkbare Handlungen sind für Kinder oft wirksamer als viele abstrakte Regeln.
Kleine Muslime und der Lernweg für Kinder: Quran und islamische Grundlagen verbinden solche Werte mit Gottesdienst und Alltag.

Propheten nicht bildlich darstellen
Für Unterrichtsmaterial können Landschaften, Gegenstände, Karten oder symbolische Szenen genutzt werden. Die Propheten selbst sollten nicht als erfundene Figuren oder Porträts dargestellt werden.
Später auf die Geschichte zurückgreifen
Fragen Sie in einer passenden Alltagssituation: „Welche Geschichte erinnert uns daran, wie wir handeln können?“ So wird die Erzählung zu einem moralischen Bezugspunkt und nicht nur zu einer schönen Erinnerung.
Eine gute Prophetengeschichte braucht keine zusätzlichen Effekte. Sie braucht Verlässlichkeit, einen klaren Wert und eine Verbindung zum Handeln.
